Nachfolgend finden sich Angaben zu den Spezifikationen der von Telecom Liechtenstein angebotenen Schnittstellen für den Zugang bzw. die Nutzung von Fernmeldediensten im Fest- und Mobilnetz.
Telecom Liechtenstein unterstützt folgende Mobilfunk-Technologien:
Details Zugangstechnologien:
Telecom Liechtenstein wendet die 3GPP-Spezifikationen und -Standards des Europäischen Institutes für Telekommunikationsnormen ETSI an.
ETSI: Das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen ETSI (European Telecommunications Standards Institute) ist eine gemeinnützige Organisation, die als Europäische Organisation weltweit anwendbare Standards für die Informations- und Kommunikationstechnologien schafft.
3GPP: 3rd Generation Partnership Project ist eine weltweite Kooperation von Standardisierungsgremien für die Standardisierung im Mobilfunk; konkret für GSM, UMTS, 4G/LTE und 5G/NR.
Durch die Zusammenarbeit mit Swisscom Wholesale in der Schweiz gelten die technischen Bedingungen der Swisscom.
DSL-Anschluss (Kupfer) in der Schweiz
Im Router Konfigurationsmenü muss für die WAN Schnittstelle, die DHCP Option 60 konfigurierbar und auf 100008,0001 gesetzt sein. Das Swisscom Netz unterstützt je nach Netzausbau-Situation folgende DSL Technologien:
Glasfaseranschluss (FTTH)
Im Router Konfigurationsmenü muss für die WAN Schnittstelle, die DHCP Option 60 konfigurierbar und auf 100008,0001 gesetzt sein. Zudem muss die VLAN ID auf VLAN ID 10 gesetzt werden. Das Swisscom Netz unterstützt je nach Netzausbau-Situation folgende Glasfaser-Technologien:
Achtung: An der neuen 10 Gbit/s Technologie (XGS-PON) dürfen nur von Swisscom zertifizierte Router und Module angeschlossen werden. Siehe Link_BBCS
Anschlüsse mit einem managed FL1-Router stehen dem Kunden elektrische Ethernet-Schnittstellen (Kupfer) mit der Bandbreite 1 Gbit/s zur Verfügung.
Anschlüsse ohne FL1-Router werden mit einem durch FL1 gemanagten ONT mit einer elektrischen Ethernet-Schnittstelle (Kupfer) zur Verfügung gestellt. Dabei muss das nachgelagerte Kundenendgeräte VLAN Tagging unterstützen.
Das FL1 Netz unterstützt je nach Netzausbau-Situation folgende Glasfaser-Technologien:
Ein SIP-Trunk und eine SIP-Line werden durch eine hoch verfügbare SIP Server Plattform bereitgestellt. Bei beiden Produkten ist eine Registrierung zwingend erforderlich, um Gespräche ankommend und ausgehend führen zu können. Jedes SIP-Produkt muss somit registriert sein, dies dient der Rückrufbarkeit der Rufnummer und ist somit gesetzlich vorgeschrieben.
Eine Registrierung beinhaltet folgende Parameter:
SIP-Parameter | |
SIP-Benutzername | Verfügbar im Kundendatenblatt oder im Kundenweb-Portal |
SIP-Passwort | Verfügbar im Kundendatenblatt oder im Kundenweb-Portal |
SIP-Server-Domain | Verfügbar im Kundendatenblatt oder im Kundenweb-Portal |
Behandeln Sie diese Daten vertraulich, damit niemand anderes auf Ihre Kosten telefonieren kann.
Die Kundenfirewall und alle beteiligten, weiteren Netzwerk-Infrastrukturkomponenten sollen den gesamten IP-Verkehr für Telefonie (UDP + TCP und alle Protokolle) vom internen Kunden-Netzwerk (LAN) zur VoIP-Infrastruktur der Telecom Liechtenstein (WAN) erlauben.
Das IP-Subnetz (C-Klasse) der Telecom Liechtenstein lautet: 80.66.238.0/24 (TCP + UDP auf alle Protokolle/Ports).
Es ist zwingend erforderlich, dass die Firewall keine wie auch immer gearteten Manipulationen durch Deep Inspection oder andere Mechanismen (Application Layer Gateway) an den Protokollen SIP und HTTP vornimmt.
Die detaillierten Anforderungen an die Kundeninfrastruktur ist im Dokument «Technische Anforderungen an die Kunden-Infrastruktur» ersichtlich.
FL1 Trunk
Durch die Registrierung auf einer SIP-fähigen Vermittlungsanlage (PBX) werden die Gespräche zum PSTN und anderen SIP-Teilnehmern authentifiziert und autorisiert weiterleitet. Ebenfalls erreichbar sind sämtliche Rufnummern des PSTN, eingeschränkt auf Sprachdienste und ausgewählte Datendienste des ISDN. Je nach Version des SIP-Trunks gibt es zusätzliche Leistungsmerkmale.
Folgende technischen Angaben gelten für einen FL1 SIP-Trunk
SIP-Outbound-Proxy | Protokoll:Port | Beschreibung |
sbc5.ipbx.li und/oder sbc6.ipbx.li | UDP:5083 (SIP) TCP:5063 (SIPs, TLS) UDP:10000-65535 (RTP und sRTP) | SIP-Outbound-Proxy (SIP Signalisierung) SIP-Outbound-Proxy (SIP Signalisierung secure) SIP-Outbound-Proxy (SIP Media-Ports für beide Fälle) |
Alle weiteren technischen Details sind im Dokument «FL1 Trunk Technische Schnittstelle SIP» ersichtlich.
SIP-Line
Durch die Registrierung auf einem SIP-fähigen Endgerät werden die Gespräche zum PSTN und anderen SIP-Teilnehmern authentifiziert und autorisiert weiterleitet. Ebenfalls erreichbar sind sämtliche Rufnummern des PSTN, eingeschränkt auf Sprachdienste und ausgewählte Datendienste des ISDN.
Folgende technischen Angaben gelten für eine FL1 SIP-Line
SIP-Outband-Proxy | Protokoll:Port | Beschreibung |
sbc5.ipbx.li und/oder sbc6.ipbx.li | UDP:5082 (SIP) TCP:5061 (SIPs, TLS) UDP:10000-65535 (RTP und sRTP) | SIP-Outbound-Proxy (SIP Signalisierung) SIP-Outbound-Proxy (SIP Signalisierung secure) SIP-Outbound-Proxy (SIP Media-Ports für beide Fälle) |
Mit den SIP-Parametern und den Proxy-Einstellungen können Sie Ihre FL1 Festnetznummer auf SIP-Geräten und VoIP-Clients von Drittanbietern überall in der Welt nutzen. Einmal eingerichtet, werden Anrufe über Ihr Festnetzabo abgerechnet. Die Kosten sind identisch mit normalen Festnetzanrufen.
Wichtig: Beschränkte Erreichbarkeit von Notrufdiensten bei nomadischem Gebrauch von VoIP.
Nur am Standort der vertraglich festgelegten Standortadresse (gemäss Bestellformular) ist der Zugang zu den bekannten Notrufnummern wie Polizei, Feuerwehr, Sanität und Rettungsdienste analog der herkömmlichen Telefonie gewährleistet. Eine korrekte Leitweglenkung der Notrufe ist auf Grund der nomadischen Nutzungsmöglichkeit (Telefonie über mobile Endgeräte ohne lokalisierbaren Standort) von VoIP nicht möglich.
Beispiel: Wenn der Kunde in Bern wohnt und in Zürich über seinen Laptop via VoIP oder mit dem dort vorübergehend angeschlossenen IP-Telefon einen Notruf auslöst, klingelt das Telefon in der Berner Notrufzentrale und nicht in Zürich!
Telecom Liechtenstein empfiehlt, im Falle eines Notrufes ausserhalb der Standortadresse ein geeigneteres Kommunikationsmittel zu verwenden, z.B. Mobiltelefon oder ein lokales anderes Festnetztelefon.